IP-Adresse und Cookie nur noch mit Erlaubnis speichern?

 Aktuell gibt es wieder Diskussionen zur Speicherung der IP-Adresse. Der Düsseldorfer Kreis verbietet beispielsweise die Speicherung von IP-Adressen. 
 
Gehen wir nun mal davon aus, dass niemand mehr IP-Adressen speichern darf. Was ändert sich?
Nichts, denn nicht die IPs sind das Problem, sondern die Cookies. Sonst würden Seitenbetreiber direkt ihre Logfiles auswerten und keine Dienste wie Google Analytics nutzen. Soviel sollte jedem klar sein.
  
Ob eine IP nun personenbezogen ist oder nicht, ist einem Seitenbetreiber völlig egal. Man kann auch jedem Besucher ein eindeutiges Cookie zuordnen und dieses stattdessen auswerten.
  
Klar die IP kann man dazu nutzen, um sie in GEO-Datenbanken mit Standorten wie z.B. dem Einwahlknotenpunkt zu vergleichen. Nur jeder der mal solche GEO-Datenbanken genutzt hat weiß, dass die Daten ungenau sind und in vielen Fällen nicht mal ansatzweise mit dem Standort des Besuchers übereinstimmen. T-Online wurde in dem Bericht genannt. Vermutlich deswegen, weil T-Online sehr viele Einwahlknoten besitzt und deswegen die Eingrenzung zum Wohnstandort des Anschlussinhabers genauer ist.
 
Allerdings nutzt nicht jeder T-Online. Und wenn Provider als Marktführer problematisch sind, ist es doch nur logisch, dass man hier was unternehmen muss.
 
Geo-Datenbank aushebeln! 
Warum zwingt man also z.B. die Provider nicht simpel dazu, dass der Einwahlknoten nicht über die IP ermittelt werden kann. Technisch kein großer Akt, da einen Zufallsmechanismus einzubauen bzw. die IPs alle x Monate neu zuzuordnen.
 
Gerade die Beständigkeit von IPs und Einwahlknoten macht die GEO-Datenbanken ja so „genau“. Sobald aber die Vergabe von IPs per Zufall erfolgt und die Zuordnung der Einwahlknoten ständig wechselt, kann auch keine GEO-Datenbank mehr schnell genug aktuelle Datensätze liefern. Hier sollte man also zuerst eingreifen.
 
Das sowas hervorragend funktioniert, muss man nur mal AOL-Kunden fragen. Da ist eine Ortung per GEO-Datenbank heute schon unmöglich: 
Wikipedia

Neue DENIC-Domains – .de Landrush Analyse

Mittlerweile wurden alle relevanten 1- und 2-stelligen .de Domains, sowie neu eingeführte 3-stellige und Zahlendomains vergeben. Alle DENIC-Mitglieder hatten die gleiche Chance für sich oder Kunden neue Domains zu sichern, also schauen wir uns mal an, wie gut das gelungen ist.

Wir haben dafür ca. 20.000 relevante Domains analysiert und zusätzlich die Auktionsendpreise von Sedo als Domainwert herangezogen.

Bei den DENIC-Mitgliedern haben wir die Ausgabe auf die ersten 1.000 eingelesen Domaindatensätze voreingestellt. Diese Domains hatten einen Gesamtwert von 5.812.215,- EUR. Teilgenommen haben dabei 179 verschiedene DENIC-Mitglieder. Jedes DENIC-Mitglied hätte demnach die Chance auf ca. 6 Domains im Wert von jeweils ca. 6.000,- EUR gehabt. Tatsächlich hatte aber zu diesem Zeitpunkt die 1api GmbH bereits 254 Domains im Gesamtwert von ca. 1.000.000,- EUR.

Post View – Ein langfristiges Versprechen

Im Netz gehen immer mehr Post View Banner um und eigentlich genauso viele Agenturen, die dieses Werbeformat verteidigen.

Was ist Post View?
Bei Post View nimmt man sich ein möglichst großes Werbeformat z.B. einen Leaderboard und packt dort 2-4 Anzeigen rein. Ähnlich wie in Adsense.

Allerdings setzt jede dieser Anzeigen ein Cookie. Deswegen auch der Name. Man möchte pro View eine Sale/Lead-Vermittlung möglich machen und nicht erst, wenn der Nutzer klickt.

Man argumentiert hier mit den Vorteilen, dass auch ein Branding-Effekt statistisch mit Leads/Sales in Verbindung gebracht werden kann.

Neue Adscale CPC-Banner verglichen mit Adsense

Adscale hat neben den TKP-Kampagnen, die nach reinen Seitenaufrufen vergütet werden (Tausender-Kontakt-Preis), nun auch Klick-Kampagnen (CPC / Cost-per-Click) eingeführt. Die CPC-Kampagnen laufen dabei parallel zum TKP-Angebot. Solange also keine TKP-Kampagne zur Verfügung steht, werden CPC-Kampagnen ausgeworfen.

Automatischer Performance-Test einer CPC-Kampagne:
Dabei gibt Adscale an, dass die CPC-Kampagnen erstmal auf Ihren Erfolg hin getestet werden und wenn sich der nicht einstellt, werden die Kampagnen automatisch nach und nach deaktiviert. Nur die, die wirklich zu Einnahmen führen, werden eingeblendet. Leider benötigt dieser „Test“ erstmal 10.000 Aufrufe pro Webseite. Auch Adsense alias Adwords hat einen solchen Test. Der läuft allerdings global. D.h. der Verlust verteilt sich auf viele Webseiten, während bei Adscale jeder Webmaster erstmal selbst den Tester spielt. Man muss also vor Freischaltung einer Kampagne schon ungefähr selbst bewerten können, ob die eigenen Besucher so ein Banner interessieren könnte, bevor man ihn freigibt. Ansonsten verliert man mit jedem Banner wertvolle Aufrufe.

Ein Vorschlag für ein faires Wikipedia

Wikipedia verlinkt bekanntlich alle externen Links in den Artikeln mit dem HTML-Attribut „nofollow“, so dass die Suchmaschinen diese (mehr oder weniger) ignorieren:

Im Quelltext eines Wikipediaartikels wird das nofollow-Attribut sichtbar

Im Quelltext eines Wikipediaartikels wird das nofollow-Attribut sichtbar

Bekanntlich wird dadurch kein Pagerank vererbt, mag der externe Link noch so informativ sein:

Wie behandelt Google mit „nofollow“ gekennzeichnete Links?

Sie werden nicht verfolgt. Das bedeutet, dass von Google über diese Links kein PageRank und kein Ankertext übermittelt wird. Kurz: Bei Verwendung von „nofollow“ werden die Ziellinks nicht für unser Gesamtdiagramm des Webs berücksichtigt. Die Zielseiten können jedoch dennoch in unserem Index enthalten sein, wenn von anderen Websites ohne „nofollow“ auf diese Seiten verwiesen wird oder wenn die URLs in Form einer XML-Sitemap an Google gesendet werden. Auch ist zu beachten, dass „nofollow“ von anderen Suchmaschinen möglicherweise nicht in gleicher Weise behandelt wird.

Optimale Seitentitel <title> für die Suchmaschine

Der Seitentitel ist das erste was ein Besucher in der Suchmaschine sieht (beispielhafter Suchbegriff „Deutschland“):

Seitentitel in Google

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Seitentitel in Bing

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Seitentitel in Yahoo

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Warum der Titel so wichtig ist:

  1. Neben der Position im Suchergebnis entscheidet der Titel, ob ein Besucher die eigene Seite wahrnimmt und anklickt
  2. Befindet sich im Titel der gesuchte Begriff, so wird die Suchmaschine diesen fett markieren – die Wahrnehmung wird also erhöht
  3. Umso mehr Besucher auf ein Suchergebnis klicken, umso höher stuft die Suchmaschine die Wichtigkeit dieser Seite zu dem gesuchten Begriff ein
  4. Die Suchmaschine nutzt den Titel, um Inhalte auf einer Internetseite unterscheiden zu können